Alltagsfotografien betrachten_in Arbeit

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Alltagsfotografien betrachten

Fotografien faszinieren, irritieren oder werfen Fragen auf. Sie transportieren Informationen und erzeugen Erinnerungen. In Bildungs- und Vermittlungssettings sind sie daher ein beliebtes Arbeitsmittel.

Für das vorliegende Bildungsangebot mit dem Titel „Ich sehe was, das du nicht siehst – Bilder vom Erwachsenwerden in zwei politischen Systemen“ haben zehn Zeitzeug:innen des Zeitenwende-Lernportals (www.zeitenwende-lernportal.de) Fotografien aus ihrer Kindheit in der späten DDR und aus ihrer Jugend im vereinten Deutschland der 1990er-Jahre zur Verfügung gestellt. In ausführlichen Interviews haben sie ihre individuellen Erinnerungen an die Umbruchszeit reflektiert, die sie mit diesen Bildern heute verbinden.

Das Bildungsangebot bietet eine neue, niedrigschwellige Möglichkeit, mit Lerngruppen eine Auseinandersetzung mit der Geschichte und den Folgen der SED-Diktatur zu führen. Der durch das Medium Fotografie transportierte Blick auf das Leben der damaligen Kinder und Jugendlichen soll für die Lernenden ein besonderer Motivator sein. Sie werden so auch für die spezifischen Eigenschaften der Fotografie, die diesem Medium innewohnenden Spannungsverhältnisse zur Vergangenheit, zur Wirklichkeit und zur Wahrheit sowie für die sich wandelnden fotografischen Gebrauchs- und Verbreitungspraktiken sensibilisiert.

Im Folgenden finden Sie Vorschläge für die Ausgestaltung unterschiedlichster Lerneinheiten, angefangen vom 30-minütigen Tageseinstieg, über ein- oder mehrstündige Seminareinheiten bis hin zu einem Thementag. Zudem können die vorliegenden Methoden miteinander kombiniert oder auszugsweise in bereits bestehenden Seminarabläufe eingebaut werden.