Über Zeitenwende

Über Zeitenwende

Das Zeitenwende-Lernportal unterstützt eine Auseinandersetzung mit der späten DDR, der Friedlichen Revolution und der sich anschließenden gesellschaftlichen Transformation in schulischen und außerschulischen Kontexten der historisch-politischen Bildungsarbeit. Erstmals werden hierfür die biografischen Erzählungen über die Kindheit und Jugend der so genannten Dritten Generation Ostdeutschland in den Mittelpunkt gerückt. Die Angehörigen dieser etwa 2,4 Millionen Menschen umfassenden Alterskohorte wurden um 1980 herum in der DDR geboren. Sie erlebten die letzten Jahre dieses Landes und die Zeit des Umbruchs vor allem im Schulalter. Eine Beschäftigung mit ihren Erfahrungen und Erinnerungen, die sie oftmals bis heute prägen, bietet gleich mehrere Chancen:

  • heutige Schülerjahrgänge können so die deutsche Teilungs- und Transformationsgeschichte leichter mit dem eigenen Erfahrungshorizont in Bezug setzen;
  • Lehrer*innen und historisch-politische Bildner*innen erhalten neue Impulse, grundlegende Methoden-, Sach-, Frage- und Orientierungskompetenzen an ihre Schüler*innen zu vermitteln;
  • das Spektrum der Zeitzeugenerzählungen über die DDR und die Wiedervereinigung, in denen bisher vor allem die Opfer der politischen Verfolgung zur Sprache kamen, wird um eine neue alltagsweltliche Perspektive ergänzt.

Verantwortlich für die Entwicklung des Lernportals

Gesamtkonzept und Fördermittelakquise: Sven Gatter, Kerstin Lorenz
Projektmanagement: Sven Gatter
Pädagogische Inhalte: Kerstin Lorenz
Technisches Konzept und Umsetzung: Benjamin Mache
Webdesign und Gestaltung: Alice Rzezonka
Korrektorat: Luise Kern
Betreuung der Zeitzeug*innen: Sven Gatter, Kerstin Lorenz

Das Lernportal wurde im Auftrag von Perspektive hoch 3 e.V. entwickelt. Perspektive hoch 3 e.V. ist ein unabhängiger, überparteilicher und selbstorganisierter Verein. Seine Mitglieder möchten den Diskurs über die Erinnerung und Aufarbeitung der DDR kritisch hinterfragen und neu initiieren. Im Rahmen ihrer kulturellen, publizistischen und historisch-politisch bildenden Projekte nehmen sie insbesondere die biografischen Erfahrungen und Sichtweisen der Dritten Generation Ostdeutschland in den Blick. So wollen sie zu einem tieferen Verständnis gesellschaftlicher Entwicklungen beitragen und helfen, die Diversität der heute in Deutschland und Europa lebenden Menschen sichtbar zu machen. Dieses Engagement wurde in der Vergangenheit u.a. mit Förderungen durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gewürdigt und 2013 mit dem von der SPD gestifteten Gustav-Heinemann-Bürgerpreis ausgezeichnet.

Für die didaktischen und unterrichtspraktischen Hinweise sowie für die organisatorische und administrative Unterstützung bei der Entwicklung des Lernportals danken die Verantwortlichen: Anna von Arnim-Rosenthal (Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur), Martin Brandenburg (Oberschule “Dr. Hugo Rosenthal”, Hohen Neuendorf), Milena Gutsch, Michael Hacker (Perspektive hoch 3 e.V.), Dr. Christoph Hamann (LISUM – Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg), Martin Heinecke (Louise-Schroeder-Schule – Oberstufenzentrum Bürowirtschaft und Verwaltung, Berlin), Christin-Denise Heisters (Oberschule “Dr. Hugo Rosenthal”, Hohen Neuendorf), Alexandra Hölzer (Kanzlei Hölzer Berlin), Dr. Jens Hüttmann (Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur), Valentin Schlegelmilch (Gymnasium “Am Burgwall” Treuenbrietzen), Dr. Martina Weyrauch (Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung).