LiteraTour

 

Zeitenwende-LiteraTour

 

Liebe Lehrerinnen und Lehrer,

der Niedergang der DDR und der gesellschaftliche Umbruch ab 1989 bilden einen wichtigen biografischen Referenzpunkt im Leben dieser Autor*innen, den sie in ihrem literarischen Schaffen auf ebenso intelligente wie unterhaltsame Weise reflektieren. Eine Auseinandersetzung mit ihren Werken liefert heutigen Schülergenerationen daher wertvolle Anstöße für eine Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Literatur und ihren historisch-politischen Dimensionen. 

Im Rahmen der Zeitenwende-LiteraTour haben wir Ihnen Textauszüge aus Werken der preisgekrönten Autor*innen Sabine Rennefanz, Christian Bangel, Peggy Mädler und Judith Zander zusammengestellt und kontextualisierende Unterrichtsmaterialien erarbeitet. Diese können Sie hier nun für ihre Bildungsarbeit nutzen. 

 

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Über die Autor*innen

 

In ihrem autobiografischen Bestseller „Eisenkinder“ untersucht Sabine Rennefanz, warum Menschen ihrer Generation, zu denen auch die Terroristen des NSU gehören, in den Jahren nach dem Mauerfall auf die falsche Bahn geraten können. Sie hinterfragt, wie Herkunft und Zugehörigkeit die Identität prägen und beeindruckt dabei mit ihrem Mut, dominierende Glaubenssätze zu hinterfragen. 

In ihrem Roman „Legende vom Glück des Menschen“ erzählt Peggy Mädler mit besonderem Sprach- und Stilgefühl eine Familiengeschichte. Den Ausgangspunkt bildet dabei der DDR-Propagandaband “Vom Glück des Menschen”. Im Spannungsfeld zwischen persönlicher und kollektiver Erinnerung entwickelt sie diese Geschichte zu einer Suche nach der eigenen Identität.

In dem preisgekrönten Roman „Dinge, die wir heute sagten“ von Judith Zander kommt ein ganzes Dorf zu Wort – eine Reihe an jüngeren und älteren Figuren berichten in inneren Monologen abwechselnd aus ihrer Vergangenheit und ihrem aktuellen Leben. Mit ihrer erstaunlichen Sprachbegabung lässt Zander so die Menschen in der vorpommerschen Provinz auf die Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs blicken.

In seinem Romandebüt „Oder Florida“ setzt Christian Bangel Frankfurt (Oder), der Stadt seiner Kindheit und Jugend, ein literarisches Denkmal. Dabei lässt er das Lebensgefühl der 1990er-Jahre besonders humorvoll lebendig werden, ohne dabei den Rechtsextremismus und die Gewalt dieser Zeit auszublenden.

Sabine Rennefanz, »Eisenkinder. Die stille Wut der Wendegeneration«, 2013

Peggy Mädler: »Legende vom Glück des Menschen«, 2011

Judith Zander: »Dinge, die wir heute sagten«, 2010

Christian Bangel: »Oder Florida«, 2017